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Aktuell  05.03.2012 (Archiv)

Meer durch Müll vermessen

Der Abfallberg nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami am 11. März 2011 in Japan könnte schon in wenigen Wochen die Küste Hawaiis erreichen. Der Müll aus Japan hilft, Strömungen zu verstehen.

Spätestens bis Jahresende werden Tonnen von Trümmern an der US-Pazifikküste erwartet. Experten schätzen die gesamte Abfallmenge, die ins Meer geschwemmt wurde, auf 20 bis 25 Mio. Tonnen. Zwischen zwei und drei Mio. Tonnen dieser Trümmer schwimmen noch immer im Pazifik - und sie verteilen sich immer weiter.

Ein Großteil des Abfalls - vor allem schwerere Teile wie etwa Fahrzeuge - sind bereits vor der Küste Japans versunken. Zahlreiche Meeresforscher von Umweltorganisationen gehen davon aus, dass in den kommenden Monaten die Hawaii-Inseln sowie die Westküste der USA und Kanadas erste Müllteile angespült werden. Die Wissenschaftler arbeiten an Modellen, die aktuelle Meeres- und Windströmungen miteinbeziehen und damit die Ausbreitung des Mülls vorhersagen sollen.

'Man darf sich die treibende Müllmenge nicht als einheitliche Masse vorstellen, sondern aus treibendem Gut, das über eine große Fläche verteilt ist', so Nicholas Mallos, Treibgut-Experte bei Ocean Conservacy. Computermodelle haben gezeigt, dass die Fläche rund 3.200 Kilometer breit und rund 1.600 Kilometer lang ist. 'Unklar bleibt jedoch weiterhin die Frage, welche Mengen an Abfall zu welchem Zeitpunkt an die US-Küste angeschwemmt werden, und auch aus welchen Komponenten diese Trümmer bestehen.'

Ersten Berechnungen der National Oceanic and Athmospheric Administration nach, werden die nordwestlichen Ausläufer der Hawaii-Inseln zuerst getroffen. Dann treibt der Müllstrudel weiter Richtung US-Westküste und könnte in den folgenden Monaten erneut die Hauptinseln des 50. US-Bundesstaats erreichen.

pte/red

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#Erdbeben #Japan #Forschung #Meer #Müll


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