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Tierische News  15.02.2013 (Archiv)

Roboter gegen Laborratte

Als ob das Leben für Laborratten nicht ohnehin schon schlimm genug wäre: Forscher der Waseda University in Tokio haben eine neuartige Roboterversion der für verschiedenste Experimente eingesetzten Nagetiere entwickelt.

Ziel ist es, Stress hervorzurufen. Die 'WR-3', so der Name des aktuellen Prototyps, ist dabei darauf programmiert, ihren echten Artgenossen mittels physischer Attacken derart zuzusetzen, dass diese in eine tiefe Depression verfallen. Durch dieses Vorgehen erhoffen sich die Forscher, effektivere psychologische Behandlungsmodelle zu entwickeln, die letztendlich auch entsprechende Ansätze in der Humanmedizin verbessern sollen.

'In der Medizin werden Tiere oft dazu eingesetzt, um verschiedene Behandlungsmethoden für menschliche Krankheiten - dazu gehören auch geistige Störungen wie etwa Depressionen - zu erproben', zitiert der NewScientist den zuständigen Projektleiter Hiroyuki Ishii. Die gängige Methode, um Ratten und Mäuse in starke Depressionszustände zu versetzen, sei die Beeinträchtigung ihres Geruchssinns oder wenn sie dazu gezwungen werden, lange Zeiträume in Wasser zu schwimmen, schildert der Experte. 'Keine dieser Methoden ist wirklich zufriedenstellend, wenn es darum geht, eine Depression zu erzeugen, wie sie auch bei Menschen besteht', betont Ishii. Mit der WR-3 soll sich das nun grundlegend ändern.

Im Rahmen der Umsetzung ihrer Versuchsreihe haben der japanische Wissenschaftler und sein Team die Roboterratte auf zwei unterschiedliche Gruppen mit echten Tieren losgelassen. Gruppe A hat es dabei besonders schlecht erwischt: Hier wurden die Tiere gnadenlos konstant von ihrem künstlichen Pendant belästigt und durch physische Attacken in extreme Stresssituationen versetzt. In einer zweiten Kontrollgruppe mussten die kleinen Vierbeiner hingegen nur dann mit automatischen Angriffen von WR-3 rechnen, wenn sie sich bewegten.

Das Ergebnis der für die Tiere durchwegs sehr grausamen Experimente: 'Wir haben herausgefunden, dass sich die stärkste Form von Depression dann erreichen lässt, wenn der Roboter ältere Ratten, die in ihrer Jugend bereits ständig schikaniert worden sind, konstant attackiert', fasst Ishii zusammen. Als Grundannahme gingen die Forscher davon aus, dass sich depressivere Tiere weniger bewegen als ihre besser gelaunten Artgenossen.

Die Entwicklung der Roboterratte WR-3 ist aus Sicht der medizinischen Forschung ein wichtiger Schritt nach vorne. 'Nun haben wir die Möglichkeit, auf herkömmliche Methoden zur Stresserzeugung bei Labortieren zu verzichten', erklärt Ishii. Ob und in welchem Ausmaß der neue Ansatz tatsächlich zu besseren Therapiemodellen für menschliche Erkrankungen führen kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch völlig unklar.

pte/red

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#Labor #Wissenschaft #Roboter #Ratte #Forschung #Angst #Stress



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