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Hund  03.04.2024

Gesunde Riecher

Assistenzhunde könnten den nahenden Flashback einer Person mit Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) erschnüffeln.

Forscher der Dalhousie University haben zwei Hunden beigebracht, auf den Atem von Menschen zu reagieren, die an Traumata erinnert wurden. Laut der leitenden Wissenschaftlerin Laura Kiiroja sind PTBS-Assistenzhunde darauf trainiert, Menschen während Notlagen zu unterstützen. 'Unsere Studie hat nachgewiesen, dass manche Hunde diese Episoden auch über den Atem der Betroffenen erkennen können.' Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin 'Frontiers in Allergy' veröffentlicht.

PTBS wird durch ein katastrophales Ereignis ausgelöst. Zu den Symptomen gehören das Wiedererleben dieses Ereignisses, Übererregtheit, das Vermeiden aller Erinnerungen und kognitive sowie stimmungsbedingte Probleme. Erkennen die Hunde die Stressmarker bereits am Atem, sollten sie auch in der Lage sein, diese belastenden Zustände früher zu unterbrechen und damit Interventionen wirksamer zu machen.

Alle Menschen verfügen über ein Geruchsprofil, bestehend aus flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs). Dabei handelt es sich um Moleküle, die vom Körper über Ausscheidungen wie den Schweiß freigesetzt werden. Diese Verbindungen werden durch Genetik, Alter, Aktivitäten und andere Variable beeinflusst. Es gab bereits in der Vergangenheit Hinweise, dass Hunde VOCs erkennen könnten, die mit Stress beim Menschen in Zusammenhang stehen. Bisher hat jedoch keine Studie untersucht, ob diese Hunde lernen können, VOCs zu entdecken, die mit den Symptomen einer Posttraumatischen Belastungsstörung in Verbindung stehen. Die aktuelle Studie wurde durch eine Zusammenarbeit von Sherry Stewart und ihrem Labor im Bereich der klinischen Psychologie und Simon Gadbois Labor ermöglicht, das auf den Geruchssinn von Hunden spezialisiert ist.

Die Forscher rekrutierten 26 Personen als Geruchsspender. Die Teilnehmer waren auch an einer Studie beteiligt, die die Reaktionen von Menschen untersuchte, die ein Trauma oder Erinnerungen an ein Trauma erlebt hatten. 54 Prozent dieser Personen entsprachen den diagnostischen Anforderungen für PTBS. Für die Gewinnung der Proben trugen sie bei Sitzungen, die sie an ihre traumatischen Erfahrungen erinnerten, verschiedene Gesichtsmasken. Eine Maske lieferte dabei eine Atemprobe im Ruhezustand, die später als Kontrolle diente. Eine weitere Maske wurde bei der Erinnerung an das Trauma getragen und lieferte eine Zielprobe. Die Teilnehmer füllten zudem einen Fragebogen zu ihrer Stressbelastung und ihren Gefühlen aus. In der Zwischenzeit rekrutierten die Wissenschaftler 25 Haushunde, um sie in der Erkennung von Gerüchen zu trainieren. Mit Ivy und Callie waren jedoch nur zwei Tiere qualifiziert und motiviert genug, um die Studie auch abzuschließen. Laut Kiiroja war es für beide Vierbeiner deutlich schwerer, sie zu einer Pause zu motivieren als weiterzuarbeiten.

Ivy und Callie wurden dahingehend trainiert, den Zielgeruch anhand von Stücken der Gesichtsmasken zu erkennen. Bei der Unterscheidung zwischen einer Probe, die mit und ohne Stress entstanden war, erreichten sie eine Genauigkeit von 90 Prozent. In einem nächsten Schritt wurde ihnen eine Reihe von Proben präsentiert - eine nach der anderen, um herauszufinden, ob sie immer noch in der Lage waren, den Stress richtig zu erkennen. Ivy erreichte hier eine Genauigkeit von 74 Prozent und Callie erzielte sogar einen Wert von 81 Prozent.

Der Vergleich der erfolgreich erkannten Zustände mit den von den Betroffenen beschriebenen Gefühlen ergab einen interessanten Unterschied: Ivys Performance stand mit Angst in Verbindung, Callie hingegen reagierte auf die Scham der Menschen. Laut Kiiroja könnte dafür verantwortlich sein, dass Ivy eher auf Hormone wie Adrenalin reagierte und Callie wahrscheinlicher auf Cortisol.

pte/red

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#Hund #Gesundheit #Riechen #Forschung



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